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Ambiente ist abgesagt

Angesichts der Verschlechterung der Pandemielage weltweit und damit einhergehenden verschärften Reise- und Kontaktregelungen musste die Messe Frankfurt die vier Konsumgütermessen, die im Januar und Februar hätten stattfinden sollen, absagen. Dies betrifft auch die Ambiente, die auf Mitte Februar geplant war.

Wegen der internationalen Reiserestriktionen und der befürchteten gesundheitlichen Risiken findet die Ambiente nicht statt. Foto: Messe Frankfurt GmbH / Jean-Luc Valentin.
Wegen der internationalen Reiserestriktionen und der befürchteten gesundheitlichen Risiken findet die Ambiente nicht statt. Foto: Messe Frankfurt GmbH / Jean-Luc Valentin.

Mit ihrem Angebot an Produkten rund um den gedeckten Tisch, Küche und Hausrat, Einrichtungs- und Dekorationsaccessoires, Wohnkonzepte, Geschenkartikel und modische Accessoires ist die Konsumgütermesse Ambiente die grösste Konsumgütermesse der Welt. Nun ist die Messe abgesagt. Diese sollte eigentlich Mitte Februar die Messe Frankfurt bevölkern. Nach der Absage im Jahr 2021 ist es nun die zweite Absage wegen der Corona-Pandemie in Folge. Bei der bislang letzten Ausgabe im Jahr 2020 hatten noch über 4500 Aussteller die Plattform auf dem gesamten Frankfurter Messegelände genutzt.

Eine Verschiebung der Veranstaltung ist nicht geplant. Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt erläutert: «Da die trendorientierten Orderzyklen der internationalen Konsumgüterbranche eine jährliche Veranstaltung zu Anfang des Jahres erfordern, würde eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte den Bedürfnissen der ausstellenden Unternehmen und Besuchern nicht gerecht werden.»

Die in kürzester Zeit wieder weltweit exponentiell angestiegenen Infektionszahlen und damit einhergehende Vielzahl an Entwicklungen und Beschlüssen führen zu einer signifikanten Verschlechterung der Rahmenbedingungen und notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung. Zu diesen Entwicklungen zählt unter anderem die Einstufung Deutschlands als Hochrisikogebiet und die damit verknüpften Reisewarnungen und internationalen sowie interkontinentalen Reiserestriktionen unter anderem in Indien, Japan und den Vereinigten Staaten sowie entsprechende Quarantänepflichten. Ins Gewicht fiel auch der eindringliche Appell, unter anderem des Robert-Koch-Instituts und des Expertenrats der Bundesregierung, weiterhin Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und alle grösseren Veranstaltungen abzusagen.

«Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen. Abgestimmt mit weiten Teilen der auf den Messen vertretenen Branchen ist es nun aber unsere Verantwortung, diesen schweren Schritt zu gehen. Die letzten Monate waren geprägt von Optimismus, Tat- und Ideenkraft, um der Christmasworld, der Paperworld und der Creativeworld sowie der Ambiente nach der Zwangspause in 2021 nun einen gelungenen Neustart zu ermöglichen», sagt Detlef Braun. «Unser Dank gilt daher all unseren Partnern aus der Konsumgüterbranche, seien es Aussteller, Besucher, Verbände oder Medien, die zusammen mit uns bis zuletzt an den Präsenzmessen gearbeitet und wie wir Herzblut, Energie und Leidenschaft in deren Durchführung gesteckt haben.»

Text: PD, EL

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