«Es geht darum, mit relativ wenig viel zu schaffen.» Der deutsche Gestalter Pascal Hien arbeitet in verschiedenen Welten, mit seinem eigenen Studio in Berlin und in Indien, als Designdirektor der jungen Möbelmarke Sār Studio.
Rund 6500 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem indischen Pune und dem Berliner Stadtteil Kreuzberg. Doch Pascal Hien überbrückt die Entfernung zwischen den Kontinenten und Kulturen spielend, wenn er von seinen Reisen in die Stadt südöstlich von Mumbai erzählt. «Da passiert etwas, da gibt es eine Energie, da sind die Türen offen», berichtet der Designer begeistert. In Indien herrsche gerade ein grosser Optimismus, anders als in Deutschland: «Wir sind ja schnell Pessimisten.» Der 37-Jährige kann sich solche Vergleiche erlauben, denn er arbeitet an beiden Orten. Ein Standbein hat er in Berlin, wo er sich 2023 mit seinem Designstudio selbständig machte, und eines in Pune, als Designdirektor der indischen Möbelmarke Sār Studio.
In Berlin baut Hien sich als Einzelkämpfer ein klassisches Büro für Autorendesign auf, erste Produkte konnte er unter anderem mit dem deutschen Möbelhersteller Tecta und dem dänischen Leuchtenhersteller Le Klint auf den Markt bringen. Weitere Projekte sind gerade in Arbeit. In Pune dagegen geht es um die Entwicklung einer ganzen Marke, gemeinsam mit Sār Studio-Gründerin Nikita Bhate. Dazu gehört unter anderem, das Produktportfolio zu betreuen, mit externen DesignerInnen zu kooperieren und selbst Möbel zu entwerfen.
«Es gibt immer zwei Perspektiven, das ist das Spannende. Zum einen gibt es den Insider-Blick von Nikita als Inderin. Und dann gibt es den externen Blick von mir», erklärt Pascal Hien beim Gespräch im Studio in Kreuzberg. Seinen Beitrag sieht er etwa in der Formensprache, die reduzierter sei. «Aber mit den Farben zum Beispiel können wir spielen. Das sind typische indische Farben, die dort Resonanz haben.» Hien lebt mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern in Berlin, reist aber regelmässig nach Pune.
Das komplette Portrait gibt es in der Ausgabe 03•04/26 vom Magazin RAUM UND WOHNEN zu lesen.
Text: Jasmin Jouhar
aus dem Magazin: Raum und Wohnen, Zeitschrift Nr. 03•04/26